Künstliche Intelligenz revolutioniert die Arbeitswelt. Für deutsche Unternehmen steht eine zentrale Frage im Raum: Wie nutze ich KI-Tools, ohne gegen die DSGVO zu verstoßen? Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile eine wachsende Zahl von Tools, die Datenschutz ernst nehmen.
Warum DSGVO bei KI-Tools besonders wichtig ist
KI-Tools verarbeiten Daten. Wenn du einen Text in ChatGPT eingibst oder ein Bild mit Midjourney generierst, werden diese Daten an Server übertragen. Für Unternehmen, die mit Kundendaten, Mitarbeiterdaten oder vertraulichen Geschaeftsinformationen arbeiten, ist das ein ernstes Thema.
Die drei entscheidenden Fragen bei jedem KI-Tool:
1. Wo stehen die Server? EU-Server bieten den besten Schutz. Tools mit Servern in den USA unterliegen dem Cloud Act. Tools wie DeepL (Server in Koeln) oder Neuroflash (Server in Frankfurt) sind hier die sicherste Wahl.
2. Gibt es einen AVV? Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist Pflicht, wenn ein externes Tool personenbezogene Daten verarbeitet. Ohne AVV riskierst du Bußgelder. Die meisten großen Anbieter bieten mittlerweile einen AVV an, aber nicht alle. Midjourney zum Beispiel bietet bis heute keinen AVV.
3. Werden Eingaben zum Training verwendet? Viele KI-Anbieter nutzen deine Eingaben, um ihre Modelle zu verbessern. Das bedeutet: Vertrauliche Daten könnten in zukuenftigen Antworten auftauchen. Achte auf Opt-out-Optionen oder Business-Pläne.
Das alleKI DSGVO-Ampelsystem
Auf alleKI.de bewerten wir jedes Tool mit einem dreistufigen System:
DSGVO-konform (gruen): Server in der EU, AVV verfügbar, Daten werden nicht zum Training genutzt. Beispiele: DeepL, LanguageTool, sevdesk, Fobizz.
Teilweise konform (gelb): AVV verfügbar, aber Server in den USA. Oder EU-Server, aber eingeschraenkte Transparenz. Beispiele: ChatGPT (mit Enterprise-Plan), Claude, Synthesia.
DSGVO-kritisch (rot): Kein AVV, Server außerhalb der EU, Daten werden zum Training genutzt. Beispiele: Midjourney, Suno.
Die sichersten KI-Tools für deutsche Unternehmen
DeepL ist der Goldstandard: Server in Koeln, AVV verfügbar, beste Übersetzungsqualität weltweit. LanguageTool aus Potsdam bietet die beste deutsche Grammatikprüfung mit EU-Servern. Neuroflash ist der fuehrende deutsche KI-Textgenerator mit Servern in Frankfurt. Und für Automatisierung ist n8n unschlagbar: Die Open-Source-Plattform aus Berlin laesst sich komplett selbst hosten.
Praktische Checkliste
Bevor du ein neues KI-Tool einführst, prüfe: Ist ein AVV verfügbar? Wo stehen die Server? Gibt es ein DPA? Werden Eingaben zum Training verwendet und kann man das deaktivieren? Gibt es einen Business-Plan mit erweiterten Datenschutz-Features? Hat das Tool eine Löschfunktion?
Fazit
DSGVO und KI schließen sich nicht aus. Mit deutschen Anbietern wie DeepL, Neuroflash und LanguageTool bist du auf der sicheren Seite. Bei internationalen Tools lohnt sich ein Blick auf die Business-Pläne. Und bei Tools ohne AVV wie Midjourney gilt: Keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten eingeben.