Welche KI-Tools sind DSGVO-konform? Der große Überblick 2025

Datenschutz 21. Feb 2026 3 Min. Lesezeit

Warum DSGVO und KI-Tools ein heißes Thema sind

Unternehmen in Deutschland und der EU stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Sie wollen die Produktivitätsvorteile moderner KI-Tools nutzen — gleichzeitig müssen sie sicherstellen, dass dabei keine personenbezogenen Daten in rechtlich unsichere Drittländer abfließen. Seit der Einführung der DSGVO im Jahr 2018 und dem Wegfall des Privacy Shield im Jahr 2020 ist die Lage besonders komplex.

Auf alleKI.de bewerten wir über 126 KI-Tools systematisch auf drei zentrale DSGVO-Kriterien: EU-Hosting, Verfügbarkeit eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) und den Serverstandort der Datenverarbeitung. Die Ergebnisse sind ernüchternd — aber auch aufschlussreich.

Unsere Methodik: Was wir geprüft haben

Für jedes Tool auf alleKI.de prüfen wir drei Kriterien:

Das Ergebnis ist unsere DSGVO-Ampel: 🟢 Grün (alle drei Kriterien erfüllt), 🟡 Gelb (teilweise konform oder eingeschränkte EU-Option) und 🔴 Rot (kritisch, US-only ohne angemessenen Datenschutz).

Die Ergebnisse: Überraschend wenige grüne Tools

Von 126 bewerteten KI-Tools im Jahr 2025 erhalten nur rund 28 % eine grüne Bewertung. Weitere 35 % sind gelb — das bedeutet: Es gibt eine EU-Option, aber sie ist nicht standardmäßig aktiviert oder der AV-Vertrag muss separat beantragt werden. Die verbleibenden 37 % sind aus DSGVO-Sicht als kritisch einzustufen.

Grüne Tools (DSGVO-konform)

Zu den Ausnahmen, die alle drei Kriterien erfüllen, gehören unter anderem LanguageTool, Neuroflash, DeepL und Tabnine (mit EU-Server-Option). Diese Tools bieten EU-Rechenzentren an, stellen DSGVO-konforme AVV bereit und verarbeiten Daten nicht standardmäßig in den USA.

Gelbe Tools (eingeschränkt konform)

Viele große Anbieter wie Grammarly, Notion oder Zapier bieten zwar Datenverarbeitungsverträge an und haben EU-Rechenzentren — jedoch sind diese nicht immer standardmäßig für alle Kunden aktiv. Oft ist ein Business- oder Enterprise-Plan notwendig, um die DSGVO-konformen Optionen freizuschalten.

Rote Tools (kritisch)

Besonders populäre Tools wie ChatGPT, Midjourney oder Claude (in der Basis-Version) verarbeiten Daten primär in den USA und bieten für Privatkunden keine AVV an. Das bedeutet nicht zwingend, dass sie illegal eingesetzt werden — für Unternehmen, die personenbezogene Daten eingeben, ist die Nutzung ohne entsprechende Schutzmaßnahmen jedoch rechtlich riskant.

Praktische Empfehlungen für Unternehmen

Für Unternehmen, die KI-Tools rechtssicher einsetzen wollen, empfehlen wir folgende Faustregeln:

  1. Keine personenbezogenen Daten in rote Tools eingeben. Kundennamen, E-Mail-Adressen oder interne Dokumente gehören nicht in Tools ohne EU-Hosting und AVV.
  2. Bei gelben Tools die Einstellungen prüfen. Viele bieten EU-Rechenzentren an — aber nur, wenn man in den Einstellungen aktiv wechselt.
  3. AVV immer abschließen. Selbst bei EU-Tools: Ohne schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag ist die Nutzung für die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtlich nicht abgesichert.
  4. Tool-Finder nutzen. Unser kostenloser Tool-Finder filtert gezielt nach DSGVO-Status, Budget und Einsatzzweck.

Fazit: DSGVO und KI — möglich, aber mit Aufwand

Der Einsatz DSGVO-konformer KI-Tools ist möglich — erfordert aber sorgfältige Auswahl und teilweise Kompromisse. Die gute Nachricht: Das Angebot an EU-konformen Alternativen wächst. Auf alleKI.de halten wir die Bewertungen regelmäßig aktuell, damit du immer auf dem neuesten Stand bist.

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