Riverside und Podcastle sind zwei der beliebtesten Tools für Podcasts und Video-Interviews aus der Ferne. Beide nehmen auf, transkribieren und helfen beim Schnitt. Beim Datenschutz trennen sie aber Welten. Dieser Vergleich zeigt Funktionen, Preise und die DSGVO-Unterschiede.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
| Merkmal | Riverside | Podcastle |
|---|---|---|
| Hersteller | RiversideFM, Inc. (Kalifornien) | Podcastle Inc. (Async, Delaware) |
| Einsatzzweck | Podcast- und Video-Aufnahme in Studioqualität | KI-Podcast-Studio für Aufnahme, Schnitt und KI-Stimmen |
| Preis | Kostenlos (2 Std. Aufnahme einmalig) / Pro $24 / Grow $34 / Webinar $79 pro Monat (jährlich) | Kostenlos (10 KI-Credits einmalig) / Essentials, Pro und Teams, jährlich 40 % günstiger |
| Kostenlos nutzbar | Ja, 2 Stunden Aufnahme einmalig | Ja, mit 10 KI-Credits |
| Bewertung | 4,6 von 5 | 4,3 von 5 |
| Datenschutz | Teilweise konform | DSGVO-kritisch |
| Serverstandort | USA, weitere Verarbeitung u. a. in EU, UK und Kanada | Nicht genannt, Dienstleister in den USA |
| AV-Vertrag | Ja, automatisch für alle Tarife | Nein |
Die beiden Tools im Kurzprofil
Riverside
Riverside nimmt Audio und Video jedes Gastes lokal in hoher Qualität auf und lädt die Spuren danach hoch. Dazu kommen KI-Transkription, Textschnitt, Clips für Social Media und Webinare.
Dafür spricht:
- Lokale Aufnahme in Studioqualität je Teilnehmer
- AVV automatisch für alle Tarife
- DPF-zertifiziert, zusätzlich Standardvertragsklauseln
- Kostenloser Einstieg mit 2 Stunden Aufnahme
Das solltest du wissen:
- Hosting vorwiegend in den USA
- Aufnahmen und Transkripte dürfen eigene KI-Modelle trainieren
- Opt-out nur für Business-Kunden per Vertrag
- Höhere Preise als Podcastle
Podcastle
Podcastle, inzwischen unter dem Namen Async, kombiniert Aufnahme, Schnitt, Transkription, Audio-Verbesserung und KI-Stimmen in einem Werkzeug. Der Einstieg ist kostenlos.
Dafür spricht:
- Alles in einem: Aufnahme, Schnitt und KI-Stimmen
- Kostenloser Einstieg
- Einfache Bedienung
- Jahreszahlung 40 % günstiger
Das solltest du wissen:
- Kein AVV für die geschäftliche Nutzung
- Keine Rechtsgrundlage für US-Übermittlungen benannt
- Unwiderrufliche Lizenz für KI-Training an Ein- und Ausgaben
- Stimmaufnahmen bleiben bis zur Löschanfrage gespeichert
Datenschutz: der Unterschied, der in Deutschland zählt
Riverside ist im Verzeichnis mit Teilweise konform eingestuft, Podcastle mit DSGVO-kritisch. Hier liegt Riverside klar vorn. Es gibt einen AVV für alle Tarife, und Übermittlungen sind über DPF und Standardvertragsklauseln abgesichert. Der Haken: Riverside darf Aufnahmen und Transkripte zum Training eigener Modelle nutzen; das Opt-out gibt es nur für Business-Kunden per Vertrag.
Podcastle ist rot eingestuft. Es gibt keinen AVV, keine benannte Rechtsgrundlage für die Übermittlung in die USA, und die AGB räumen eine unwiderrufliche Lizenz für KI-Training ein. Für Interviews mit Gästen, Kunden oder Mitarbeitenden ist Podcastle damit nicht zu empfehlen.
Die vollständigen Prüfergebnisse mit Quellen stehen auf den Toolseiten von Riverside und Podcastle (Methode: so bewerten wir).
Welches Tool passt zu dir?
| Wenn dir das wichtig ist | Dann nimm |
|---|---|
| Interviews mit Gästen in Studioqualität | Riverside |
| AVV für die geschäftliche Nutzung | Riverside |
| KI-Stimmen und Text-to-Speech | Podcastle |
| Kleines Budget, privates Projekt | Podcastle |
| Webinare und Live-Aufnahmen | Riverside |
Häufige Fragen
Was kosten Riverside und Podcastle?
Riverside: Kostenlos (2 Std. Aufnahme einmalig) / Pro $24 / Grow $34 / Webinar $79 pro Monat (jährlich). Podcastle: Kostenlos (10 KI-Credits einmalig) / Essentials, Pro und Teams, jährlich 40 % günstiger. Maßgeblich sind die aktuellen Preise der Anbieter.
Sind Riverside und Podcastle DSGVO-konform?
Riverside ist im Verzeichnis mit Teilweise konform eingestuft, Podcastle mit DSGVO-kritisch. Riverside ist gelb: AVV für alle Tarife, DPF und Standardvertragsklauseln, aber Training mit Aufnahmen. Podcastle ist rot: kein AVV, keine Transfergrundlage und eine unwiderrufliche Trainingslizenz.
Kann ich Riverside und Podcastle kostenlos testen?
Riverside: Ja, 2 Stunden Aufnahme einmalig. Podcastle: Ja, mit 10 KI-Credits.
Heißt Podcastle jetzt Async?
Ja, Podcastle tritt seit 2026 unter dem Namen Async (async.com) auf. Funktionen und Bedingungen gelten weiter für die bestehenden Konten.
Fazit
Für Podcasts mit Gästen und jede geschäftliche Nutzung ist Riverside die bessere Wahl: bessere Aufnahmequalität und ein AVV für alle Tarife. Podcastle punktet mit KI-Stimmen und einem günstigen Einstieg, sollte wegen fehlendem AVV und weitreichender Trainingslizenz aber nur für private Projekte ohne fremde Stimmen genutzt werden.
Stand: Oktober 2026. Preise, Funktionen und Einstufungen stammen aus dem alleKI-Verzeichnis und können sich ändern. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links: Kommt darüber ein Kauf zustande, erhält alleKI eine Provision; die Bewertung bleibt davon unbeeinflusst.